{"id":10385,"date":"2018-06-06T15:53:32","date_gmt":"2018-06-06T13:53:32","guid":{"rendered":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/?p=10385"},"modified":"2019-09-24T00:40:36","modified_gmt":"2019-09-23T22:40:36","slug":"lowendspirit-vps-server-ab-3-euro-pro-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2018\/06\/06\/lowendspirit-vps-server-ab-3-euro-pro-jahr\/","title":{"rendered":"Lowendspirit: VPS-Server ab 3 Euro pro Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Vor sechs Jahren habe ich \u00fcber den <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/06\/20\/der-funf-cent-pro-tag-vserver\/\">F\u00fcnf-Cent-pro-Tag-Server<\/a> geschrieben, ein damals schon ungemein g\u00fcnstiger Einstieg in die Welt der virtuellen Server. Neulich fand ich dann zu <a href=\"https:\/\/lowendspirit.com\/\">lowendspirit.com<\/a>, wo man sich seinen Server ab drei Euro pro ...Jahr mieten kann. Die Frage ist nun: Taugt das was und wozu braucht man das? Hier ein kurzer Bericht.<br \/>\nLowendspirit ist ein Projekt mehrerer Anbieter, die vom Vermieten von Webspace und Servern leben und Standorte auf der ganzen Welt haben. Der Grundgedanke ist dabei, wie viel darf ein virtueller Server gerade noch kosten und welche Merkmale muss er haben, damit er einerseits wirtschaftlich betrieben und zum anderen f\u00fcr den K\u00e4ufer noch n\u00fctzlich sein kann. Die Antwort liefern die drei Hoster auf <a href=\"https:\/\/lowendspirit.com\/locations.html\">dieser Seite.<\/a><br \/>\nDas Angebot reicht von 64 MB RAM und 1 GB Festplatte in Hong Kong, \u00fcber 128 MB RAM und 3 GB Festplatte (teilweise SSD) bis zu 256 MB RAM bei Mr. VM. Bei den eher \"exotischeren\" Standorten Hong Kong, Johannesburg oder Tokyo ist der Traffic eher eingeschr\u00e4nkt (zwischen 50 GB und 150 GB pro Monat), ansonsten pendelt dieser so zwischen 300-500 GB pro Monat in Europa und Nordamerika, was in der Regel ausreichend ist um kleinere Projekte zu realisieren.<\/p>\n<h2>MiniVPS128 - UK<\/h2>\n<p>Zum Testen habe ich mir das Angebot von <a href=\"https:\/\/clients.inceptionhosting.com\/cart.php?gid=13\">Inception Hosting<\/a> angeschaut. Ausgesucht habe ich mir den Standort Enfield in London mit 128 MB RAM, 3 GB SSD und 350 GB Traffic inklusive pro Monat.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-10387\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1-1024x771.png\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1-1024x771.png 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1-300x226.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1-768x578.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Inception_Hosting-1.png 1170w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><br \/>\nDie Bestellung war unkompliziert. Lediglich der Name des Servers und das Rootpasswort musste man angeben, welche sp\u00e4ter auch wieder ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Bezahlt werden kann mit Paypal oder Kreditkarte, manchmal auch mit Kryptow\u00e4hrungen. Als Administrationswerkzeug kommt <a href=\"https:\/\/solusvm.com\/\">SolusVM<\/a> zum Einsatz. Man muss ausdr\u00fccklich best\u00e4tigen, dass man wei\u00df, was man hier kauft. Der vServer kommt prim\u00e4r mit IPv6-Unterst\u00fctzung, eine NAT IPv4-Adresse ist mehr als Bonus zu sehen. Im Klartext: Der Server hat nur eine private IPv4-Adresse und ist ohne weitere Konfiguration nicht direkt mit dem alten Protokoll zu erreichen. F\u00fcr die meisten Kunden aus Deutschland sollte das aber kein Problem sein, da IPv6 mittlerweile praktisch \u00fcberall verf\u00fcgbar ist oder sogar bei DSL-Lite-Anschl\u00fcssen vorausgesetzt wird. Kleine Helfer wie <a href=\"https:\/\/tracker.debian.org\/pkg\/6tunnel\">6tunnel<\/a> oder <a href=\"https:\/\/openvpn.net\/\">OpenVPN<\/a> helfen au\u00dferdem Probleme mit IPv4\/IPv6-Adressen zu umgehen. Wichtigste Anlaufstelle f\u00fcr Fragen ist das englischsprachige <a href=\"https:\/\/forum.lowendspirit.com\/\">Forum<\/a>. Direkten Support gibt es nicht und kann man bei dem Preis auch nicht wirklich erwarten.<\/p>\n<h2>Top oder Flop?<\/h2>\n<p>Mit der Begr\u00fc\u00dfungsmail erh\u00e4lt man die Zugangsdaten und eine Anleitung wie man sich per IPv4 verbinden kann. Im SolusVM-Konfigurator l\u00e4sst sich aber auch direkt die IPv6-Adresse ablesen. Anschlie\u00dfend kann man sich wie gewohnt mit SSH verbinden. Der vServer nutzt als Virtualisierungsl\u00f6sung <a href=\"https:\/\/openvz.org\/\">OpenVZ<\/a> und <a href=\"https:\/\/debian.org\">Debian<\/a> Wheezy war bei mir das voreingestellte Betriebssystem. Da Wheezy nun nicht mehr offiziell von Debian unterst\u00fctzt wird, kann man sich entweder die neue, erweiterte Langzeitunterst\u00fctzung anschaun (<a href=\"https:\/\/wiki.debian.org\/de\/LTS\/Extended\">ELTS<\/a>) oder man f\u00fchrt ganz einfach ein Upgrade auf Jessie durch, was problemlos bei mir geklappt hat.<br \/>\nDie Performance f\u00fchlt sich gut an, was ich bisher nicht immer von allen OpenVZ-Angeboten behaupten konnte. Der Server l\u00e4uft seit mehr als einem Monat ununterbrochen und die Dienste, die ich f\u00fcr einen solchen Server sinnvoll halte (dazu gleich mehr) funktionieren problemlos. Festplattendurchsatz und Zugriffszeiten sind nat\u00fcrlich wie zu erwarten nicht berauschend. Hier mal eine Momentaufnahme mit <a href=\"https:\/\/tracker.debian.org\/pkg\/ioping\">ioping<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Inception Hosting - MiniVPS128 - UK<\/strong><br \/>\n75 requests completed in 1.32 min, 17 iops, 71.0 KiB\/s<br \/>\nmin\/avg\/max\/mdev = 184 us \/ 56.3 ms \/ 536.5 ms \/ 123.9 ms<br \/>\nBei leistungsst\u00e4rkeren Angeboten liegen die Zugriffszeiten normalerweise durchschnittlich alle im Mikrosekunden- anstatt Millisekundenbereich.<\/p>\n<h3>Empfohlene Dienste \/ Ideen<\/h3>\n<p>128 MB RAM klingt wenig, aber es gibt einige Dienste, f\u00fcr die das vollkommen ausreichend ist. Ein Lowendspirit-Server eignet sich ideal als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SOCKS\">SOCKS-Proxy<\/a>. Da OpenSSH sowie schon vorinstalliert ist, kann man sich z.B. von seinem Rechner aus mit<br \/>\n<code>ssh -D 9999 -C -q -N Lowendserver-IP-Adresse<\/code><br \/>\nverbinden. Im Firefox dann unter Einstellungen-&gt;Fortgeschritten-&gt;Netzwerk-&gt;Verbindung die Werte wie auf dem folgenden Bild setzen und schon surft man mit einer englischen IP-Adresse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Firefox_SOCKS5_Proxy_Einstellungen-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-10388\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Firefox_SOCKS5_Proxy_Einstellungen-1-1.png\" alt=\"\" width=\"729\" height=\"735\" \/><\/a><br \/>\nAuch Debians <a href=\"https:\/\/tracker.debian.org\/pkg\/openvpn\">OpenVPN-Paket<\/a> l\u00e4sst sich problemlos betreiben. Und dann w\u00e4re da ja noch die M\u00f6glichkeit einen Webserver mit <a href=\"https:\/\/www.lighttpd.net\/\">Lighttpd<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nginx\">Nginx<\/a> aufzusetzen. Zu <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/05\/01\/lighttpd-webserver-konfiguration-mit-ssl-und-authentifizierung\/\">Lighty<\/a> hatte ich schon vor ein paar Jahren was geschrieben und zu Nginx braucht man heutzutage nicht mehr viel sagen.<\/p>\n<h3>Besser bleiben lassen<\/h3>\n<p>Intensive Datenbankanwendungen und alles was gerne Unmengen an RAM verschlingt (Hallo Java!). Mit etwas Optimierung lassen sich Forensoftware oder WordPress-Blogs installieren, hierzu w\u00fcrde ich aber eher zu einem 256 RAM Server greifen. Unm\u00f6glich ist es aber auch mit 128 RAM nicht, vielleicht liegt darin auch der Spa\u00df und die Herausforderung.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Lowendspirit.com ist ein Projekt, das keinen Gewinn macht, aber dennoch ein vern\u00fcnftiges Angebot ist. F\u00fcr 3,50 Euro pro Jahr geht man kein finanzielles Risiko ein. Die Server sind nicht f\u00fcr Anf\u00e4nger geeignet. Wenn man jedoch bereit ist Neues dazuzulernen, gibt es kaum einen g\u00fcnstigeren Einstieg in die Welt der virtuellen Server. Die Server kommen ohne Backups, aber mit Werkzeugen wie <a href=\"https:\/\/tracker.debian.org\/pkg\/rsync\">rsync<\/a>\u00a0oder der <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/08\/29\/backup-leicht-gemacht-lokale-und-entfernte-sicherung-mit-dirvish-rsync-und-ssh\/\">Dirvish-Backupl\u00f6sung<\/a> sollte auch dieses Problem l\u00f6sbar sein. F\u00fcr alle, die schon immer mal einen Server in verschiedenen L\u00e4ndern der Erde haben wollten, auf jeden Fall interessant. \u00dcbrigens, es gibt manchmal <a href=\"https:\/\/forum.lowendspirit.com\/viewtopic.php?id=3697\">Bundleangebote<\/a>: F\u00fcnf Server f\u00fcr 10 Euro pro Jahr. Dem eigenen Cluster steht nun nichts mehr im Wege. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor sechs Jahren habe ich \u00fcber den F\u00fcnf-Cent-pro-Tag-Server geschrieben, ein damals schon ungemein g\u00fcnstiger Einstieg in die Welt der virtuellen Server. Neulich fand ich dann zu lowendspirit.com, wo man sich seinen Server ab drei Euro pro &#8230;Jahr mieten kann. Die Frage ist nun: Taugt das was und wozu braucht man das? 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