{"id":1014,"date":"2011-01-17T21:22:26","date_gmt":"2011-01-17T20:22:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=1014"},"modified":"2011-01-17T21:22:26","modified_gmt":"2011-01-17T20:22:26","slug":"meine-ubuntu-philosophie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/01\/17\/meine-ubuntu-philosophie\/","title":{"rendered":"Meine Ubuntu-Philosophie"},"content":{"rendered":"<p>Als ich 2006 zum ersten Mal Ubuntu installiert hatte, war das vor allem der Neugier geschuldet. Eine Distribution, die die Stabilit\u00e4t von Debian bewahrt und gleichzeitig nach der Installation sofort f\u00fcr jeden Zweck einsatzbereit ist. Das klang verlockend. Heute wie damals steht Ubuntu f\u00fcr mich f\u00fcr die Attribute: Geringer Aufwand, Bequemlichkeit, einsteigerfreundlich, gute Hilfe im Internet und klare Ausrichtung.<br \/>\nUbuntu zielt vor allem auf einfache Bedienbarkeit und leichte Installation ab. Gerade letzteres ist wohl das ausschlaggebende Argument, warum Ubuntu gerade f\u00fcr Neueinsteiger geeignet ist. Dabei geht oft unter, dass sich Ubuntu auch nach der Installation frei anpassen l\u00e4sst und das beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf das Aussehen. Fenstermanager oder sogar die komplette Desktopumgebung wechseln ist kein Problem. Wem das alles noch nicht reicht, dem steht sogar die h\u00e4ndische Methode mit der Installation der Server-Version mit anschlie\u00dfender Auswahl der gew\u00fcnschten Software zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nAber nat\u00fcrlich gibt es auch einen Haken bei der Sache. Um diesen allgemeinen Komfort zu erreichen, installiert Ubuntu viele Anwendungen und Dienste, die nicht jeder unbedingt braucht und die das System tr\u00e4ger als notwendig reagieren lassen. Und wer sich die M\u00fche macht Ubuntu von der Server-Version aus zur vollst\u00e4ndigen Desktopumgebung zu konfigurieren, k\u00f6nnte auch direkt mit Debian weitermachen.<br \/>\nUbuntus Charme macht f\u00fcr mich die Installation und der sofort betriebsbereite Gnome-Desktop aus. Dabei geht es mir vor allem um den neuesten propriet\u00e4ren Nvidia-Treiber, Virtualbox mit Gasterweiterungen und das ein oder andere Ubuntu-PPA wie z.B. Wine1.3. Nichts Besonderes also. Das was man auch bei anderen Distributionen manchmal genauso leicht, oft aber auch deutlich schwieriger einrichten kann.<br \/>\nEs ist dieses \"out-of-the-box-alles-l\u00e4uft\"-Gef\u00fchl was ich an Ubuntu gut finde und das Ubuntu versucht Linux so einsteigerfreundlich wie m\u00f6glich zu gestalten. Klar, andere unterstellen Ubuntu schon, dass es das Windows der Linuxwelt werden wolle. Ein ziemlich abwegiger Gedanke. Ein freies Betriebssystem bleibt immer frei und wem Ubuntus legitime Bem\u00fchungen durch Dienstleistungen Unternehmenskunden zu gewinnen und mit Ubuntu One auch normale Linuxbenutzer anzusprechen missfallen, na der kann Ubuntu One jederzeit deaktivieren oder sogar eine andere Distribution w\u00e4hlen.<br \/>\nIch hoffe vielmehr, da kommt noch mehr. Ich will auch nicht, dass unfreie Software freie Software einschr\u00e4nkt. Aber diese Gefahr sehe ich einfach nicht. Ich w\u00fcrde es gut finden, wenn es mehr kommerzielle Angebote zu Linux geben w\u00fcrde, bei denen man sich f\u00fcr das beste Produkt entscheiden kann.<br \/>\nIch denke Ubuntu ist wichtig f\u00fcr Linux, weil es mehr Menschen interessiert, die bisher Linux gleichg\u00fcltig gegen\u00fcberstanden oder schlicht die Alternativen nicht kannten. F\u00fcr viele ist tats\u00e4chlich die Installation die H\u00fcrde. Die meisten wissen es nicht oder k\u00f6nnen es sich nicht vorstellen, dass man ein Betriebssystem modular nach seinen W\u00fcnschen auch nach der Installation erweitern und anpassen kann. Ein X-Server existiert unter Windows nun mal nicht.<br \/>\nWenn man ein paar Monate mit Ubuntu experimentiert hat, erkennt man schnell, dass die Installation im Vergleich zur regelm\u00e4\u00dfigen Benutzung des Betriebssystems nur ein sehr kurzer Zeitabschnitt ist. Insbesondere f\u00fcr \u00e4ltere Rechner gen\u00fcgt diese rundum sorglos Packung dann schon nicht mehr.<br \/>\nNun habe ich gestern so ausschweifend \u00fcber die Desktopgestaltung geschrieben und das Ubuntu nicht braun sein muss.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/2011-01-16_Ubuntu10.10_Core_Duo1-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/2011-01-16_Ubuntu10.10_Core_Duo1-1-150x150.jpg\" alt=\"Ubuntu_10.10_Core_Duo\" title=\"2011-01-16_Ubuntu10.10_Core_Duo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-1013\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/2011-01-16_Ubuntu10.10_Core_Duo1-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/2011-01-16_Ubuntu10.10_Core_Duo1-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\nTja und nun das. Mein Ubuntu-Desktop auf dem Dual-Core-Rechner. Standardhintergrundbild von Ubuntu 10.10, Standard-Gnome-Panel oben und...AWN-Dock unten. Ich liebe eben die Abwechslung \ud83d\ude44<br \/>\nEhrlich gesagt sind verspielte Desktops nicht mein Ding. \u00dcberall blinkende Desklets, transparente Fenster, feurige Compizeffekte...alles sehr nett und ab und an schalte ich sie auch an, aber die meiste Zeit \u00fcber interessiert mich nur, dass der Computer zuverl\u00e4ssig l\u00e4uft. Die Anwendungen und die Bedienbarkeit stehen klar im Vordergrund.<br \/>\nDas ganze passt eben auch zu meiner oben beschriebenen Ubuntu-Philosophie. Schmerzfreie Installation und los gehts, das hat auch Vorteile. W\u00fcrde der Rechner von heute auf morgen in Flammen aufgehen, ich m\u00fcsste mir zwar neue Hardware kaufen, aber die Einrichtung des Betriebssystems w\u00e4re eine schlichte Ubuntu Standardinstallation.<br \/>\nDemn\u00e4chst wieder mehr zu den eher unbekannteren Linuxdistributionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich 2006 zum ersten Mal Ubuntu installiert hatte, war das vor allem der Neugier geschuldet. Eine Distribution, die die Stabilit\u00e4t von Debian bewahrt und gleichzeitig nach der Installation sofort f\u00fcr jeden Zweck einsatzbereit ist. Das klang verlockend. 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