Probleme mit Wrath of the Lich King unter Wine gelöst

Wer schon frühzeitig die neue Addon-DVD von World of Warcraft in den Händen hielt wunderte sich, warum außer der Installer.exe und dem DirectX Ordner keine weiteren Daten enthalten schienen. Wine wollte einfach den Installationsprozess nicht starten. Auf der offiziellen Wine Seite zu WoW gab es zum Glück den richtigen Lösungsvorschlag.

Aus irgendeinem Grund sind die Dateien auf der DVD versteckt, wenn man sie mountet. Abhilfe bietet hier folgender Mount-Befehl.

sudo mount -o ro,unhide,uid=1000,gid=1000 /dev/sdc /media/cdrom/

Anstelle von /dev/sdc muss der Gerätename eures DVD-Laufwerks stehen. Der Pfad /media/cdrom muss ggf. neu mit

sudo mkdir /media/cdrom

angelegt werden.

Anschließend sind alle Dateien auf der DVD sichtbar eingehängt. Die Installer.exe verrichtet danach klaglos ihren Dienst. Unter Ubuntu 8.10 gab es nach der Installation leider ein neues Problem mit dem Bestätigen der EULA. Obwohl man bis zum Ende der Seite scrollt ist es unmöglich den Vertrag zu akzeptieren. Hier liegt leider ein Bug mit der offiziellen Stable-Version von Wine 1.0.1 vor. Abhilfe schafft hier nur ein Upgrade auf die aktuellste Entwicklerversion also zur Zeit 1.18.

Für Debian basierte Distributionen gibt es eine einfache Anleitung um die Wine-Paketquellen einzubinden.

sudo wget http://wine.budgetdedicated.com/apt/sources.list.d/intrepid.list -O /etc/apt/sources.list.d/winehq.list

Mit

wget -q http://wine.budgetdedicated.com/apt/387EE263.gpg -O- | sudo apt-key add –

wird der Schlüssel heruntergeladen um die Winepakete zu verifizieren. Anschließend genügt ein

sudo aptitude install wine

um auf die neueste Wineversion zu aktualisieren.

Danach lässt sich der Installationsvorgang abschließen, leider treten nun aber störende Soundgeräusche auf, welche wohl auf einen Bug mit Wine und Pulseaudio zurückzuführen sind. Am besten ist es hier im Winekonfigurationsmenü auf das OSS-Soundsystem umzustellen, zumindest solange bis dieser Fehler korrigiert wurde. Danach lief Wrath of the Lich King fehlerfrei und problemlos unter Ubuntu 8.10.

Audio CDs mit Audacious hören

Gerade wieder einmal eines dieser Probleme gehabt, die eigentlich keine sind, man muss nur wissen wo man suchen muss..

Mit ALT+C spielt Audacious normalerweise Audio CDs ab. Falls nun eine Fehlermeldung erscheint wie „Keine CD eingelegt, oder die eingelegte CD ist keine Audio-CD.“ gibt es sehr wahrscheinlich ein Problem mit dem Pfad zum CD-ROM Laufwerk.

Unter Einstellung->Plugins das CD-Audio-Plugin anwählen und unter Device und Directory die richtigen Angaben eintragen. In meinem Fall war es /dev/hdc für das CD-ROM Laufwerk und /media/cdrom für das Mountverzeichnis. Unter CD-Info lässt sich dann noch ein CDDB Server wie z.B. freedb.freedb.org einstellen, womit die Tracks danach automatisch mit Informationen aus dem Internet abgeglichen werden.

Einfach Mounten mit Debian Etch und Xfce

Die Kehrseite von Debians stable Version ist leider, dass viele aktuelle Neuerungen von Programmen nicht enthalten sind. Debian setzt bewusst nur Software ein, die ausgiebig getestet worden ist und sich in einer Produktivumgebung als stabil erwiesen hat. Deshalb werden Pakete in der stable Version nur selten mit neuen Features aktualisiert und hauptsächlich Sicherheitslücken geschlossen. Der restriktive Ansatz schließt den unkontrollierten Einfluss von nicht getesteten Programmen aus.

Nun so weit so gut, das System ist also sehr sicher und stabil, aber warum werden meine CDs und der USB Stick nicht automatisch gemountet und auf dem Desktop angezeigt so wie es zum Beispiel Xubuntu vormacht?

Scheinbar heißt hier auch das Problem, dass Debian Etch nicht das neueste Xfce 4.4.2. mitliefert, sondern <=4.2. Da Thunar laut der Xfce Tour erst mit Version 4.4 die Möglichkeit bietet entfernbare Geräte wie USB Sticks oder CD-ROM automatisch einzubinden und zu verwalten, gibt es nun mehrere Lösungsmöglichkeiten.

Da die nächste Stable Version von Debian Lenny diese Neuerung mitbringen wird, könnte man nun sein ganzes System auf Testing upgraden, nur einen Xfce Backport einspielen oder Xfce deinstallieren und aus den neusten Quellen selbst kompilieren.

Wenn aber bewusst Etch laufen soll und backports aus Gründen der Sicherheit/Stabiliät nicht erwünscht sind, bleibt noch eine andere Möglichkeit.

In der Xfce Taskleiste lässt sich ein Objekt namens „Geräte einhängen“ hinzufügen. Dieses Plugin greift direkt auf die Datei /etc/fstab zu und liest die dortigen Informationen aus. Um Laufwerke, Partitionen und Geräte per Plugin mounten zu können, muss die Datei angepasst werden. Für meinen Laptop sieht die Datei so aus:

# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hda1 / ext3 defaults,errors=remount-ro 0 1
/dev/hda5 none swap sw 0 0
/dev/hdc /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
/dev/sda1 /media/usb auto user,noauto 0 0

Um herauszufinden wie auf eurem Rechner die Gerätenamen heißen, genügt ein fdisk -l auf der Konsole. In meinem Fall hatte mein USB Stick den Gerätenamen /dev/sda1. Das Verzeichnis /media/usb muss als root mit mkdir /media/usb angelegt werden. Anschließend lassen sich alle Laufwerke per Knopfdruck mittels des Plugins ein- und aushängen.

Fazit:

Zum automatischen mounten fehlt HAL und die aktuelleste Xfce Version 4.4.2, die beide wohl mit Lenny irgendwann zum Einsatz kommen. Bis dato lässt sich das grafische Ein-und Aushängen der Geräte auch einfach per Taskleistenplugin lösen.

Grafisches Beenden von Xfce unter Debian Etch

Für alle, die sich wundern, warum man den Rechner unter Xfce nicht grafisch neustarten oder herunterfahren kann. Hier ist die Voreinstellung von Debian sehr sicherheitsbewusst gewählt.

Wer nicht immer auf die Konsole oder das Terminalfenster als root wechseln möchte um reboot oder halt einzugeben, muss vorher in der Datei sudoers einen Eintrag vornehmen. Laut /etc/sudoers muss diese Datei mit dem Kommando visudo geändert werden.

Als Benutzer root muss man lediglich visudo eingeben und anschließend

user ALL=NOPASSWD:/usr/sbin/xfsm-shutdown-helper

eintragen, wobei für user der eigene Benutzername eingetragen werden muss. Unter Debian Etch ist nano als Editor eingestellt. Um das eingetragene abzuspeichern und visudo zu beenden muss man STRG+X drücken und Speichern mit Ja bestätigen.

Anschließend ist es möglich den Rechner mit Klick auf das Beenden Symbol im unteren Panel neuzustarten oder auszuschalten.

WLAN wg511t Atheros Chipsatz Konfiguration unter Debian Etch

Nachdem ich mich bei meinem Dell-Inspiron-4000-Laptop für Debian Etch mit Xfce-Desktop entschieden hatte, musste noch die WLAN-Karte zum Laufen gebracht werden. Da der Madwifi-Treiber für den Atheros-Chipsatz bei WLAN-Karten leider noch unfrei ist, muss man unter Debian diesen noch selbst einrichten, sprich manuell aus den Quellen kompilieren. Zum Glück ist es sehr einfach geworden das mit Debian umzusetzen. Wie es geht erfahrt ihr hier.

Um die Madwifi-Treiber zu kompilieren benötigt man zuerst einmal die Quellpakete. Da Madwifi ein unfreier Treiber ist muss zuerst die /etc/apt/sources.list geändert werden. Dazu wechselt ihr entweder auf die Konsole mit z.B. STRG+ALT+F2 oder wählt unter Xfce das Terminal Fenster aus. Mit

vim /etc/apt/sources.list

ändert man die Apt-Datei welche für den Zugriff auf die Download Server zuständig ist.

Mit der Taste I geht es in den Einfügen-Modus. Für die stabile Version Etch könnt ihr nun entweder die folgenden beiden Zeilen in sources.list kopieren oder ihr fügt an eure entsprechenden Einträge einfach contrib non-free an.

# Stable
deb ftp://ftp.de.debian.org/debian stable main contrib non-free
deb-src ftp://ftp.de.debian.org/debian stable main contrib non-free

Als Benutzer root müssen lediglich per Apt ein paar benötigte Programme und Werkzeuge installiert werden. Mit dem Befehl m-a wird der module-assistant gestartet, der automatisch die Paketquellen herunterlädt, diese entpackt, kompiliert, ein Debian Paket daraus erzeugt und dieses schließlich installiert. Die magischen Zeilen lauten:

  • apt-get update
  • apt-get install madwifi-source
  • apt-get install madwifi-tools
  • m-a prepare
  • m-a a-i madwifi


Um den Treiber zu aktivieren muss das Modul noch mit

modprobe ath_pci

geladen werden. Ein dmesg | grep ath sollte dann eine ähnliche Ausgabe erzeugen wie

ath_hal: module license ‚Proprietary‘ taints kernel.
ath_hal: 0.9.18.0 (AR5210, AR5211, AR5212, RF5111, RF5112, RF2413, RF5413)
ath_rate_sample: 1.2 (0.9.3)
ath_pci: 0.9.4.5 (0.9.3)

Mit wlanconfig ath0 list scan lässt sich später die Funknetzumgebung im Terminal anzeigen. Alternativ gibt auch iwlist ath0 scan einiges an Informationen aus.

Für die Netzwerkkonfiguration bietet sich der NetworkManager als grafische Lösung an oder WifiRadar. Wenn es damit Probleme gibt, ist das manuelle Eintragen der entsprechenden Daten aber auch kein Problem. Für den sicheren Betrieb mit WPA muss auf jeden Fall noch das Paket Wpasupplicant installiert werden.

In der /etc/network/interfaces dann einen Eintrag wie den folgenden mit einem Editor eurer Wahl erstellen.

# wlan
allow-hotplug ath0
iface ath0 inet dhcp
pre-up /sbin/wpa_supplicant -D madwifi -i ath0 -c /etc/wpa_supplicant.conf -B

Mit der letzten Zeile wird die Funkübertragung mit wpasupplicant verschlüsselt. Dabei greift das Programm auf die Datei /etc/wpa_supplicant.conf zu. Diese Datei muss erst erstellt werden und sollte anschließend folgende Informationen enthalten.

network={
ssid=“MeineSSID“
psk =“MeingeheimesPasswort“
#psk = MeingeheimesPasswort in Hex-Schreibweise
key_mgmt=WPA-PSK
pairwise=TKIP
group=TKIP
proto=WPA
auth_alg=OPEN
}

Das Passwort kann einmal im Klartext stehen oder in Hexadezimalschreibweise eingetragen werden. Manche Router/Accesspoints bieten eine Möglichkeit das normale Passwort in die andere Schreibweise umzuwandeln.

Mit ifup ath0 wird anschließend das Interface konfiguriert und man sollte nun per DHCP auch eine IP-Adresse erhalten. Falls alles fehlschlägt gibt es auf www.ubuntuusers.de schon einige gute Einträge zu diesem Thema. Auf der offiziellen englischsprachigen Website des Madwifi-Projektes, kann man das oben geschriebene auch noch einmal nachvollziehen.