Erste Schritte mit Fluxbox

Nachdem die Debian Pakete von Fluxbox installiert worden sind, ist der Fenstermanager sofort startklar und man kann mit einem einfachen Rechtsklick auf den Desktop Programme starten und Aussehen des Fenstermanagers und des Panels ändern. Beim ersten Start von Fluxbox erscheint ein Hinweis, dass man den Hintergrund z.B. mit dem Programm eterm ändern kann. Weitere Änderungen beim Aussehen von Fluxbox lassen sich durch das Anpassen von Textdateien im versteckten Ordner .fluxbox im Homeverzeichnis vornehmen.

Hintergrundbild setzen

Eterm installieren mit

aptitude install eterm

Der Wrapper fbsetbg erkennt daraufhin automatisch, dass eterm installiert worden ist und nutzt ab sofort dieses Programm um das Hintergrundbild zu zeichnen.

Mit dem Befehl

fbsetbg -l <Pfad zum Hintergrundbild>

füllt das Bild den gesamten Hintergrund aus. Indem man den Befehl in die Datei ~/.fluxbox/startup einträgt, wird das Wallpaper automatisch beim Start von Fluxbox gesetzt.

Aussehen von Fluxbox verändern

Debian bietet schon bei der Standardinstallation die Möglichkeit zwischen verschiedenen Themen von Fluxbox zu wählen. Mit einem Rechtsklick auf dem Desktop erhält man schnell Zugriff auf das Fluxboxmenü und kann unter dem Punkt „Styles“ aus der Vielzahl an vorinstallierten Themen wählen.

Um ein eigenes Thema zu installieren muss dieses in den Ordner ~/.fluxbox/styles kopiert werden. Anschließend ist es über das Fluxboxmenü auswählbar. Eine weitere große Auswahl an Themen für Fluxbox gibt es z.B. auf www.tenr.de oder www.box-look.org.

Tastenkombinationen

Die Datei ~/.fluxbox/keys erlaubt es bestehende Tastenkürzel zu ändern und neue hinzuzufügen. Der Aufbau ist sehr einfach. Hier einmal meine keys Datei als Beispiel.

Mod 4 steht für die Windows-Taste, Mod1 für ALT. Das Kommando exec führt ein Programm bei Knopfdruck aus.


!mouse actions added by fluxbox-update_configs
OnTitlebar Mouse2 :StartTabbing

!mouse actions added by fluxbox-update_configs
OnTitlebar Double Mouse1 :Shade
OnTitlebar Mouse3 :WindowMenu

Mod4 t  :ToggleDecor
Mod1 y  :ShadeWindow
Mod1 Tab :NextWindow
Mod1 F1 :Workspace 1
Mod1 F2 :Workspace 2
Mod1 F3 :Workspace 3
Mod1 F4 :Workspace 4
Mod1 k  :Exec rxvt-unicode
Mod1 x  :Exec epdfview
Mod1 b  :Exec opera
Mod1 v  :Exec mplayer
Mod1 p  :Exec pidgin
Mod1 l  :Exec leafpad
Mod1 t  :Exec pcmanfm

Fluxboxmenü

Das  Menü lässt sich ebenfalls frei anpassen. Standardmäßig befindet sich die Datei menu noch in /etc/X11/fluxbox/fluxbox-menu. Um das Menu lokal für den jeweiligen Benutzer anzupassen, empfiehlt es sich den Inhalt nach ~/.fluxbox/menu zu schreiben. Der Aufbau der Datei ist sehr intuitiv.
Abschnitte beginnen mit dem Tag [submenu] und werden durch ein [end] abgeschlossen. Dazwischen befindet sich immer die Zeile zum Ausführen des jeweiligen Programmes.

Desktop Icons

Als reiner Fenstermanger zeichnet Fluxbox keine Icons auf den Desktop. Das praktische Fluxboxmenü und schnell eingestellte Tastenkürzel lassen Desktop Icons auch kaum vermissen. Dennoch gibt es zwei Programme mit denen man die Icons auf den Desktop bringen kann – idesk und fbdesk. Wie es geht erklärt ein Artikel im Fluxbox Wiki.

Als Alternative lässt sich z.B. die Schnellstartleiste wbar installieren, welche ein schickes Aussehen und die gleiche Funktionalität bietet. Global konfigurieren lässt sie sich in der Datei /usr/share/wbar/dot.wbar. Seit Debian Squeeze lässt sich wbar auch direkt mit apt installieren.

Weiterführende Links:

Und so sieht es am Ende aus:

Toshiba Portégé 3110CT mit Debian und Fluxbox

Im folgenden möchte ich anhand eines älteren Laptops zeigen wie man sich mit Debian seine eigene Desktopumgebung zusammenbasteln kann. Auf aktuellen Dual Core oder Quad Core Computern mit vier GB RAM spielt es kaum eine Rolle wie viele Dienste und Programme standardmäßig installiert sind. Auf einem elf Jahre alten Laptop mit 64 MB RAM hingegen muss man sehr genau die Softwareauswahl abwägen.

Komplette Desktopumgebung oder Fenstermanager?

Es gibt eine Reihe von sehr guten Desktopumgebungen. Darunter sind sowohl die großen GNOME und KDE als auch die beiden leichtgewichtigen Desktopsysteme Xfce und LXDE. Die ersten beiden benötigen mindestens 256 MB Arbeitsspeicher, während Xfce und LXDE sich auch mit 128 MB und weniger in der Standardkonfiguration begnügen.

Ich habe mich schließlich gegen eine komplette Desktopumgebung und für den Fenstermanager Fluxbox und eine individuelle Zusammenstellung der Software entschieden. Der Artikel richtet sich mehr an fortgeschrittene Linuxnutzer. Auf jeden Fall sollte man Zeit einplanen und etwas Freude am Experimentieren haben. Vielen Dank auch an Lars, durch den ich erst diesen Laptop in die Hände bekommen habe 🙂

Die wichtigsten Kennzahlen des Toshiba Portégé 3110CT

  • CPU: Pentium II 300Mhz
  • RAM: 64 MB
  • Festplatte: 6 GB
  • 1x USB 1.0
  • Infrarot-Schnittstelle
  • CD und Diskettenlaufwerk 3,5 Zoll (extern)
  • COM und LAN Anschluss (extern)

Installation:

Um ein Debian Minimalsystem zu installieren benötigt ihr zuerst das Debian Netinst- oder Visitenkartenimage. Dies auf eine CD gebrannt und in das externe CD-ROM Laufwerk gesteckt und los gehts.

Zuerst muss die Bootreihenfolge im BIOS richtig eingestellt werden. Dorthin gelangt ihr mit der Tastenkombination ESC+F1. Boot Priority auf FDD->HDD->LAN umstellen. Der Controller Mode sollte auf PCIC Compatible stehen. Die Seiten lassen sich mit PgDn und PgUp wechseln. Mit End werden die Einstellungen gesichert und das BIOS verlassen. Damit die Installation von der CD auch startet muss man beim Toshiba Portégé 3110CT direkt nach dem Anschalten die Taste „c“ drücken und loslassen sobald der Toshiba Splash Screen erscheint.

Da das Notebook nur über 64 MB RAM verfügt, startet danach die Debian-Installation im „Low Memory“ Modus. Einige Installationsschritte sehen deshalb anders aus als man das von einer normalen Netzinstallation gewohnt ist. Die Installationssprache ist durchweg Englisch. Überraschungen gab es keine. Wichtig ist nur, dass man ziemlich am Ende der Installation bei tasksel bzw. der Softwareauswahl alle Punkte abwählt. Dadurch erhält man die absolute Minimalinstallation. Alle Schritte der Netzinstallation mit Debian kann man auch im Wiki auf computerforum.de noch einmal nachlesen.

Momentan empfehle ich Lenny zu installieren, da es bei Squeeze einen Bug mit dem Netzwerkkartentreiber e100 gegeben hat. Für Squeeze muss man später auf jeden Fall das Paket firmware-linux-nonfree installieren um auf die Netzwerkkarte zugreifen zu können.

Nachdem Neustart findet man sich auf der Konsole wieder und kann nun mittels aptitude sein individuelles System installieren.Debian belegt nun circa 415 MB Festplattenspeicher und es laufen laut dem Programm „top“ gerade einmal 32 Tasks.

Einziges Problem war das anhaltende Surren des Lüfters, der sich nach dem ersten Anlaufen nicht mehr automatisch abstellte. Während dieses Problem mit dem Kernel 2.6.18 nicht auftritt, ist es sowohl beim 2.6.26 als auch dem 2.6.32 präsent. Offenbar hängt dies mit einer Kerneleinstellung des ACPI Modus zusammen. Bisher half bei mir lediglich das Deaktivieren von ACPI durch Setzen des Parameters

acpi=off

Bei Debian Lenny muss man diese Option noch in der Grub menu.lst vornehmen, bei squeeze mit Grub2 wird dieser Parameter in die Datei /etc/default/grub eingetragen.

Nach der Neuinstallation (siehe unten) über PXE trat das Problem mit dem Lüfter nicht mehr auf..It’s magic!

Minimalistischer Desktop:

Anschließend müssen folgende Pakete mit

aptitude install <Paketname>

installiert werden.

  • fluxbox
  • slim
  • xorg
  • alsa-base

Die Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst und alle Pakete installiert. Slim ersetzt bei mir grafische Loginmanager wie z.B. gdm oder kdm, da das Programm vollkommen ausreicht, wenn man nur einen grafischen Login haben möchte. Durch Eingabe von slim als Benutzer root in der Konsole startet X und beim nächsten Reboot landet man automatisch bei Slim und nicht mehr auf der Konsole.

Mehr Pakete braucht es nicht um eine minimale X Umgebung mit Klangwiedergabe zu schaffen.

Was fehlt noch?

Auf jeden Fall noch das Metapaket ssh, welches sowohl den ssh Client als auch den Server installiert. Damit lässt sich der Laptop bequem aus der Ferne administrieren.

Mein Vorschlag für weitere schlanke Programme

  • leafpad (ein simpler, schneller grafischer TextEditor, der genau das tut, was er tun soll)
  • thunar, pcmanfm, emelFM2 oder Midnight Commander(Dateimanager)
  • xarchiver (zum Entpacken und Archivieren von Daten)
  • w3m, elinks, dillo, uzbl, midori, netsurf,  opera (Browseralternativen, dazu später mehr)
  • epdfview als pdf Betrachter
  • claws-mail oder alpine (Emails verfassen)
  • urxvt (Terminal)
  • irssi (IRC-Client)
  • centerim oder pidgin (ICQ, MSN chatten)
  • mpd + ncmpc oder cmus (Musikabspielen)
  • newsbeuter oder canto (Newsfeeds lesen)
  • gpicview oder feh (Bildbetrachter)
  • Transmission oder rtorrent (Bittorrent Clients)
  • conky (Systeminformationen auf dem Desktop ausgeben)
  • wbar (eine Schnellstartleiste)
  • mplayer (Videos&Audio)

UPDATE:

Wie das auf einem Testsystem so ist, wollte ich das Geschriebene nochmal überprüfen. Dabei wollte die Installation von CD nicht mehr starten. Warum, weshalb bleibt ein Geheimnis. Zum Glück gibt es noch zwei andere Installationsmöglichkeiten – per Floppy oder per PXE. Tatsächlich lassen sich auch 3,5 Zoll Floppys mit dem Debianinstaller und allen wichtigen Daten beschreiben.

Hier die absolute Installationsmethode für den Toshiba Portégé 3110CT, die (hoffentlich) immer funktioniert. Die PXE Installation!

Im BIOS zuerst einmal auf LAN->FDD->HDD umstellen. Beim Neustart notieren wir uns schon einmal die angezeigte MAC-Adresse, welche wir noch für später brauchen.

Als nächstes nehmen wir einen zweiten Rechner, der sowohl als DHCP als auch als TFTP Server dient. Für Ubuntu 10.04 oder Debian Squeeze müssen die Pakete tftpd-hpa und dhcp3-server installiert werden.

aptitude install tftpd-hpa dhcp3-server

TFTP-Server:

Nach der Installation des Pakets muss man keine weiteren Einstellungen mehr vornehmen. Wichtig ist nur, den Inhalt des Debian netboot Verzeichnisses aus netboot.tar.gz in das Verzeichnis /var/lib/tftpboot zu kopieren. Diese Dateien werden später bei der Installation automatisch an den Laptop ausgeliefert.

Die Datei netboot.tar.gz gibt es hier.

DHCP-Server:

Um die Installation einfacher zu machen, darf kein weiterer DHCP Server im LAN aktiv sein. Deshalb muss bei vielen Heimroutern mit eingebautem DHCP Server diese Funktion zuerst deaktiviert werden.

Die Datei /etc/dhcp3/dhcpd.conf sieht bei mir wie folgt aus:

# Der DHCP Server ist ab sofort der offizielle Server für das Heimnetz. Deshalb sollte man die Direktive authoritative auskommentieren.

authoritative;

# Subnetz definieren, orientiert euch an euren bisherigen Netzeinstellungen
subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {

#Nur zwischen Start-IP bis End-IP werden IP-Adressen vergeben
range 192.168.0.102 192.168.0.107;

#Lease-Zeit in Sekunden
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;

# Die IP-Adresse des Routers
option domain-name-servers 192.168.0.1;
option broadcast-address 192.168.0.255;
option subnet-mask 255.255.255.0;

#Gateway, die IP-Adresse des Routers
option routers 192.168.0.1;
}
#Hier wird der Laptop eindeutig definiert, es muss eure MAC-Adresse bei hardware-ethernet stehen!
host speedy {
hardware ethernet 00:00:39:e5:69:16;
fixed-address 192.168.0.106;

#IP-Adresse des DHCP und TFTP Servers
next-server 192.168.0.107;
filename "/pxelinux.0";
option host-name "speedy";

}

Zum Lesen empfehle ich auch die PXE-Installation bei ubuntuusers.de und TFTP-Netzwerk Boot auf der offiziellen Debian Seite.

Demnächst mehr zur Konfiguration mit Fluxbox und den erwähnten Programmen. Hier schon einmal eine kleine Bildergalerie zu dem Toshiba Laptop (speedy) und Fluxbox.

Probleme mit Wrath of the Lich King unter Wine gelöst

Wer schon frühzeitig die neue Addon-DVD von World of Warcraft in den Händen hielt wunderte sich, warum außer der Installer.exe und dem DirectX Ordner keine weiteren Daten enthalten schienen. Wine wollte einfach den Installationsprozess nicht starten. Auf der offiziellen Wine Seite zu WoW gab es zum Glück den richtigen Lösungsvorschlag.

Aus irgendeinem Grund sind die Dateien auf der DVD versteckt, wenn man sie mountet. Abhilfe bietet hier folgender Mount-Befehl.

sudo mount -o ro,unhide,uid=1000,gid=1000 /dev/sdc /media/cdrom/

Anstelle von /dev/sdc muss der Gerätename eures DVD-Laufwerks stehen. Der Pfad /media/cdrom muss ggf. neu mit

sudo mkdir /media/cdrom

angelegt werden.

Anschließend sind alle Dateien auf der DVD sichtbar eingehängt. Die Installer.exe verrichtet danach klaglos ihren Dienst. Unter Ubuntu 8.10 gab es nach der Installation leider ein neues Problem mit dem Bestätigen der EULA. Obwohl man bis zum Ende der Seite scrollt ist es unmöglich den Vertrag zu akzeptieren. Hier liegt leider ein Bug mit der offiziellen Stable-Version von Wine 1.0.1 vor. Abhilfe schafft hier nur ein Upgrade auf die aktuellste Entwicklerversion also zur Zeit 1.18.

Für Debian basierte Distributionen gibt es eine einfache Anleitung um die Wine-Paketquellen einzubinden.

sudo wget http://wine.budgetdedicated.com/apt/sources.list.d/intrepid.list -O /etc/apt/sources.list.d/winehq.list

Mit

wget -q http://wine.budgetdedicated.com/apt/387EE263.gpg -O- | sudo apt-key add –

wird der Schlüssel heruntergeladen um die Winepakete zu verifizieren. Anschließend genügt ein

sudo aptitude install wine

um auf die neueste Wineversion zu aktualisieren.

Danach lässt sich der Installationsvorgang abschließen, leider treten nun aber störende Soundgeräusche auf, welche wohl auf einen Bug mit Wine und Pulseaudio zurückzuführen sind. Am besten ist es hier im Winekonfigurationsmenü auf das OSS-Soundsystem umzustellen, zumindest solange bis dieser Fehler korrigiert wurde. Danach lief Wrath of the Lich King fehlerfrei und problemlos unter Ubuntu 8.10.

Audio CDs mit Audacious hören

Gerade wieder einmal eines dieser Probleme gehabt, die eigentlich keine sind, man muss nur wissen wo man suchen muss..

Mit ALT+C spielt Audacious normalerweise Audio CDs ab. Falls nun eine Fehlermeldung erscheint wie „Keine CD eingelegt, oder die eingelegte CD ist keine Audio-CD.“ gibt es sehr wahrscheinlich ein Problem mit dem Pfad zum CD-ROM Laufwerk.

Unter Einstellung->Plugins das CD-Audio-Plugin anwählen und unter Device und Directory die richtigen Angaben eintragen. In meinem Fall war es /dev/hdc für das CD-ROM Laufwerk und /media/cdrom für das Mountverzeichnis. Unter CD-Info lässt sich dann noch ein CDDB Server wie z.B. freedb.freedb.org einstellen, womit die Tracks danach automatisch mit Informationen aus dem Internet abgeglichen werden.

Einfach Mounten mit Debian Etch und Xfce

Die Kehrseite von Debians stable Version ist leider, dass viele aktuelle Neuerungen von Programmen nicht enthalten sind. Debian setzt bewusst nur Software ein, die ausgiebig getestet worden ist und sich in einer Produktivumgebung als stabil erwiesen hat. Deshalb werden Pakete in der stable Version nur selten mit neuen Features aktualisiert und hauptsächlich Sicherheitslücken geschlossen. Der restriktive Ansatz schließt den unkontrollierten Einfluss von nicht getesteten Programmen aus.

Nun so weit so gut, das System ist also sehr sicher und stabil, aber warum werden meine CDs und der USB Stick nicht automatisch gemountet und auf dem Desktop angezeigt so wie es zum Beispiel Xubuntu vormacht?

Scheinbar heißt hier auch das Problem, dass Debian Etch nicht das neueste Xfce 4.4.2. mitliefert, sondern <=4.2. Da Thunar laut der Xfce Tour erst mit Version 4.4 die Möglichkeit bietet entfernbare Geräte wie USB Sticks oder CD-ROM automatisch einzubinden und zu verwalten, gibt es nun mehrere Lösungsmöglichkeiten.

Da die nächste Stable Version von Debian Lenny diese Neuerung mitbringen wird, könnte man nun sein ganzes System auf Testing upgraden, nur einen Xfce Backport einspielen oder Xfce deinstallieren und aus den neusten Quellen selbst kompilieren.

Wenn aber bewusst Etch laufen soll und backports aus Gründen der Sicherheit/Stabiliät nicht erwünscht sind, bleibt noch eine andere Möglichkeit.

In der Xfce Taskleiste lässt sich ein Objekt namens „Geräte einhängen“ hinzufügen. Dieses Plugin greift direkt auf die Datei /etc/fstab zu und liest die dortigen Informationen aus. Um Laufwerke, Partitionen und Geräte per Plugin mounten zu können, muss die Datei angepasst werden. Für meinen Laptop sieht die Datei so aus:

# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hda1 / ext3 defaults,errors=remount-ro 0 1
/dev/hda5 none swap sw 0 0
/dev/hdc /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
/dev/sda1 /media/usb auto user,noauto 0 0

Um herauszufinden wie auf eurem Rechner die Gerätenamen heißen, genügt ein fdisk -l auf der Konsole. In meinem Fall hatte mein USB Stick den Gerätenamen /dev/sda1. Das Verzeichnis /media/usb muss als root mit mkdir /media/usb angelegt werden. Anschließend lassen sich alle Laufwerke per Knopfdruck mittels des Plugins ein- und aushängen.

Fazit:

Zum automatischen mounten fehlt HAL und die aktuelleste Xfce Version 4.4.2, die beide wohl mit Lenny irgendwann zum Einsatz kommen. Bis dato lässt sich das grafische Ein-und Aushängen der Geräte auch einfach per Taskleistenplugin lösen.