SSH der unverzichtbare Alleskönner

Ich wollte schon länger etwas zu SSH schreiben, denn im Grunde genommen gehört es zu den von mir am meisten benutzten Anwendungen mit Linux. Der OpenSSH- oder Dropbear- Server ist auf jedem meiner Rechner installiert und seit längerer Zeit nutze ich die Secure Shell nicht nur zur Administration des heimischen Rechenzentrums, sondern auch zum Kopieren von Dateien und Mounten entfernter Dateisysteme.
Zu SSH gibt es glücklicherweise schon mehr als genug Informationen im Internet, weswegen ich nicht allzu viel Worte darüber verlieren möchte. Vor einiger Zeit bin ich zufällig schon auf einen Blogeintrag gestoßen, der mir die ganze Arbeit abgenommen hat und den ich wegen seiner übersichtlichen und verständlichen Vorstellung interessanter SSH-Befehle gerne weiterempfehlen möchte.
Der Post heißt “6 nützliche Dinge, die man mit ssh tun kann” und findet sich auf daniel-ritter.de.
Ich denke jeder, der Linux eine längere Zeit benutzt, wird mir zustimmen, dass SSH ein echtes Allroundtalent ist. Insbesondere kann ich mir mit SSH den Overhead eines Samba- oder NFS-Servers sparen. Das scp-Kommando lässt sich genauso wie cp einsetzen um Daten verschlüsselt zwischen zwei Rechnern auszutauschen.
Als Ergänzung eignet sich besonders bei Debian und Ubuntu sshfs , mit dem sich ein entferntes Dateisystem verschlüsselt einhängen lässt. Man sollte nur darauf achten, dass man nach der Installation des Pakets mit dem Benutzer in der Gruppe fuse vertreten ist. Das Einbinden des Dateisystems ist dann genauso einfach wie das Einloggen am SSH-Server.
Zusätzlich hat Daniel noch den SSH-Tunnel und SSH als Socks-Server vorgestellt, mit dem auch in unsicheren Netzen eine sichere Verbindung zu einem Rechner des Vertrauens hergestellt werden kann und mit diesem sich dann z.B. im Internet surfen lässt.
Außerdem gibt es noch die Möglichkeit die Darstellung von X11-Anwendungen auf einem entfernten Rechner an den lokalen Computer weiterzureichen. Hierzu verbindet man sich mit der Option -X mit dem entfernten Rechner und zusätzlich muss X11Forwarding “yes” in /etc/ssh/sshd_config gesetzt sein.
Schließlich existiert sogar noch die Möglichkeit einen sftp-Server als Subsystem von SSH laufen zu lassen, womit man sich auch das Einrichten eines zusätzlichen FTP-Servers sparen kann. Dazu bald mehr.
Wer SSH noch nicht ins Herz geschlossen hat, sollte jetzt damit anfangen. Es lohnt sich. 😉

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